Portrait |
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Kindheit und Jugend
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Am 21. Dezember 1963 kam ich im Frauenspital Zürich zur Welt. Da sich sehr schnell herausstellte und dies bei der Einschulung auch zu Schwierigkeiten führte, dass ich an einer beträchtlichen Sehbehinderung litt, verbrachte ich meine 9 Schuljahre im noch heute existierenden Schulheim für Blinde und Sehbehinderte in Zollikofen. |
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Neuaufbruch
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Der Tiefpunkt war überschritten. Die Rehabilitationsmassnahmen und der in jener Zeit gefundene Glaube, dass Gott mich auf allen meinen Wegen begleitet, ermöglichten eine Neuorientierung. Da ich vermutete, dass nur eine möglichst gute Ausbildung mir später vielleicht Gewähr für einen Arbeitsplatz sein würde, kündigte ich meine Lehrstelle und traf intensive Vorbereitungen für die Aufnahmeprüfung in die Kantonsschule Limmattal. Noch heute bin ich dankbar für das klare Bekenntnis der Schulleitung, mir als erstem blinden Schüler in dieser Schule jede nötige Unterstützung zukommen zu lassen. Mit gutem Willen und hilfsbereitem Umfeld war schulische Integration schon damals möglich und sollte es heutzutage noch viel mehr sein. |
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Ausbildung und kirchliches Engagement
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So schloss ich denn im Herbst 1986 das Gymnasium neusprachlicher Richtung ab. Während der vergangenen 4 1/2 Schuljahre machte ich viel Musik (Gitarre und Gesang), setzte dies auch ein in der Sonntagschule mit Kindern, in der Jugendgruppe in Höngg oder im Konfirmandenunterricht als freiwilliger Helfer. Ferner vergingen keine Schulferien, in denen ich nicht mindestens ein Lager als Teilnehmer oder Leiter miterlebte. Ich las im Hauskreis und in der Bibelgruppe an der Schule mit anderen die Bibel und besuchte diverse freikirchliche Gottesdienste. |
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Heirat und Familiengründung
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1988 lernte ich Ruth Bohnsack aus Wetzikon kennen, die sich nach ihrer Erstausbildung als Innendekorationsnäherin in einer zweiten als Diakonin (heute: sozialdiakonische Mitarbeiterin) befand. Am 31. März 1991 heirateten wir in der ref. Kirche Oberengstringen und nahmen Wohnsitz in der Gemeinde Hinwil. Dritter im Bunde war mein Blindenführhund "Beau", der mich auf Schritt und Tritt begleitete. Vermehrung unserer Ehe und unseres Glücks brachten die Geburten unserer Kinder: 1996 Jonas, 1998 Elias, 2001 Tabea und 2004 David. Mehr hierzu finden sie unter Medienspiegel. |
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Familienfoto aufgenommen im Kalabrien an einem schönen Ausblickspunkt mit Sicht auf bewaldetes Hinterland, Strand und Meer. |
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Von Hinwil nach Roggwil
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1993 schloss ich mein Theologiestudium ab und absolvierte in der Kirchgemeinde Hinwil mein Praktikumsjahr, bevor ich im Frühjahr 1994 in Zürich zum Pfarrer ordiniert wurde. |
Frank vor "seiner" Roggwiler Kirche (Bild von Thomas Peter, Berner Zeitung) |
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Kirche und Politik
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Es gehört zu meinem Glaubensverständnis, dass die christliche Botschaft in der Welt konkrete Wirkung entfalten soll. Die Predigt darf nicht allein im Kirchenraum verhallen, sondern soll die Menschen zum engagierten Einstehen für das Leben ermutigen. Als Pfarrer darf es mir nicht gleichgültig sein, wie unser Asylwesen funktioniert, das Sozialwesen organisiert ist oder mit der Umwelt umgegangen wird. Wir Christen sollen Salz und Licht der Welt sein! |
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Weiterbildungen
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Verbandstätigkeit
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Seit 1992 betätige ich mich mit Überzeugung und Herzblut im Vorstand des Schweiz. Blindenbundes. einer Selbsthilfeorganisation für Blinde und Sehbehinderte Menschen. Seit nunmehr 2 Jahren setze ich mich als Co-Präsident dafür ein, dass die Bedürfnisse Blinder und Sehbehinderter wahrgenommen werden und die Bemühungen um schulische, berufliche, soziale Integration nicht erlahmen. Ich gehöre dem Stiftungsrat der "Schweizerischen Schule für Blindenführhunde Allschwil" und der "Stiftung Solidarität mit Sehgeschädigten" an. |
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